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Bericht Zirkuswunderplunder

 

Vom 7. bis 12. Juli fand in Niederwil AG zum 5. Mal das Wunderplunder-Integrationsprojekt statt, welches von der Frauengemeinschaft Niederwil-Nesselnbach und der Vereinigung Cerebral Aargau organisiert wurde. Am Montagmittag standen 61 Kinder (mit und ohne Behinderung) erwartungsvoll vor dem Zirkus-Zelt. Ihre Anspannung wich rasch der Vorfreude, als sie vom Wuplu-Team und unseren erfahrenen Helfern in die verschiedenen Ressorts der geheimnisvollen Zirkuswelt eingeführt wurden. Von allen möglichen Zirkustätigkeiten, wie zum Beispiel „Clown“, „Musik“, „Akrobatik“ usw. konnte jedes Kind seine Lieblingsdisziplin auswählen. Und so entstanden die jeweiligen Arbeits-Gruppen für diese Woche. 


Am Dienstagmorgen wurden erste Übungen in den Gruppen durchgeführt. Während dem gemeinsamen Gestalten und Erstellen der einzelnen Nummern konnte das Wuplu-Team allfällige Vorurteile der Kinder gegenüber den Behinderten abbauen und auch die eine oder andere Frage beantworten. Mein Rundgang bei den Gruppen am Dienstagmorgen zeigte mir, dass die Kinder für die Nummern schon unzählige kreative und witzige Ideen auf Lager hatten. „Wir müssen uns jeweils auf eine einzige Geschichte fokussieren, die wir dann erzählen möchten. In dieser Woche aber hätten wir gleich drei Geschichten erzählen und gestalten können, so kreativ waren die Kinder.“ meinte die Zirkusdirektions-Verantwortliche.


Den interessierten Medienschaffenden konnte am Mittwoch ein spannender Einblick in das Projekt gewährt werden, welcher in der Folge zu emotionalen Artikeln in den entsprechenden Zeitungen führte. Wir als Organisatoren hatten mit allen wichtigen Medien unseres Kantons kontakt und ausschliesslich positives Feedback erhalten. An dieserStelle seien alle verdankt, auch jene die unseren Anlass wegen Platzmangel nicht in ihre Publikationen aufnehmen konnten. Verdanken möchten wir alle Helfer und die Sponsoren, die uns finanziell oder mit Sachspenden unterstützt haben. Ohne ihre Hilfe wäre ein solches Projekt nicht realisierbar! 

Am Donnerstagmorgen fanden sich die verschiedenen Gruppen im Zelt ein, um die Nummern die sie einstudiert hatten, das erste Mal auf der Bühne wirkungsvoll zu inszenieren. Mit der Hauptprobe am Nachmittag wurde bereits die letzte Phase der Woche eingeleitet. Es war wieder einmal erstaunlich, was die einzelnen Gruppen in nur anderthalb Tagen auf die Beine gestellt hatten. Es sind viele schöne, eindrucksvolle und ans Herz gehende Bilder entstanden, die an dieser Stelle schwierig zu beschreiben sind. Ein solcher Moment war sicher die Feuernummer, bei der Silvan wegen seiner Atemprobleme mit Hilfe eines Blasebalgs trotzdem das Feuer-Kunststück zeigen konnte. Oder auch die gut inszenierte Bergsteigernummer, welche die Elemente des Vertikal-Tuches mit der Schauspielerei idealverband.Ein Höhepunkte dieser Integrationswoche fand am Donnerstagabend statt: Das gemeinsame Grillieren. Damit wurden die intensiven Vorbereitungs-arbeiten in gemütlicher Runde abgeschlossen. Alle Kinder, deren Eltern und Bekannte und auch das Team genossen den Grill-Plausch und durften sich kennenlernen und Kontakte knüpfen.  


Am Freitag wuchs die Nervosität der kleinen Artisten von Stunde zu Stunde. Dann ging es los! Jetzt hiess es vor vollen Rängen im Zelt das Gelernte und Geübte wirkungsvoll darzustellen. Und siehe da, beide Vorstellungen gingen reibungslos über die Bühne und die Artisten ernteten viel Applaus für ihre tollen Darbietungen.


Zu erwähnen ist noch, dass das OK während der Freitag-Abendvorstellung völlig überraschend durch eine Gruppe teilnehmender Kinder auf rührende Weise für ihren unermüdlichen Einsatz verdankt wurden. Diese tolle Idee kam von 3 jungen Helfern, die bei der letzten Projektwoche vor 3 Jahren noch als Artisten teilgenommen hatten. Nach der Abendvorstellung müssen jeweils zügig erste Abbauarbeiten am Zelt vorgenommen werden. Wie bei uns üblich, wurde das Wuplu-Team dabei von freiwilligen Helfern tatkräftig unterstützt, das ergab für das Team fast zwei Stunden mehr Schlaf und wurde sehr geschätzt.. 


Am Samstagmorgen hiess es dann wehmütig voneinander Abschied zu nehmen. Die Lastwagen fuhren im Konvoi von der Festwiese. Und wie im Wunderplunder-Lied so schön beschrieben, bleiben von dieser bewegenden und intensiven Woche „ein Fleck auf der Wiese“ und unzählige schöne Erinnerungen im Herzen aller Teilnehmer. Wir hoffen, dass dieses wertvolle Projekt auch zukünftig wieder durchgeführtwerden kann.Michael Küng

Eine junge Helferin:
„Ich fand diese Woche sehr spannend, wir hatten viel Spass und ich konnte neue Erfahrungen sammeln.“

Laura Davatz 

Bericht Wunderplunder 2014 PDF